SoLawi - Cést la vie - KW 17

Regen und Demeter

 

 

Liebe SoLawistinnen und SoLawisten,

 

die pralle Sonnenwoche endet heute mit einem Gewitter. Wir würden uns über Regen freuen, und moderatere Temperaturen machen das Arbeiten auf dem Feld angenehmer. Wir genießen es draußen zu sein. Überall duftet es betörend, die Blütenpracht explodiert dieses Jahr in kürzerster Zeit, morgens war der Apfelbaum noch grün, jetzt ist er weiß!

 

Zum Glück hat sich Ramon unser Pferd so weit berappelt, daß wir alle anfallenden Arbeiten erledigen können. (Wir vermuten, daß er Arthrose hat, was mit Wärme und regelmäßiger Bewegung besser wird.) Nach der Winterpause haben die Pferde absolut nichts vergessen. Ob Miststreuer ziehen, genau in den Gemüsereihen hacken, scheppernde Walze ziehen... alles erledigen sie routiniert und gelassen. Ein Ergebnis vom jahrelangen Arbeiten mit Ihnen und immer wieder faszinierend. Sacha und Andreas beginnen ihre ersten Erfahrungen mit der Pferdearbeit zu machen. Für Andreas eine ganz schöne Umstellung nach 8 Jahren intensiver Schlepperarbeit, aber natürlich sind ihm die Arbeitsweisen der Geräte vertraut und auch ihm macht es Spaß mit den Pferden zu arbeiten. Gemeinsam haben Andreas und Günter ein Blick auf Arbeitsabläufe und Effizienz, immer wieder ein Thema in unserem kleinstrukturierten Betrieb.

 

Diese Woche war der Demeter Umstellungsberater da, da wir dem Bio-Anbauverband Demeter beitreten wollen, um die biologisch dynamischen Präparate anzuwenden, die vor allem für eine bessere Durchwurzelung des Bodens sorgen, und so unsere Pflanzen auch bei weniger werdendem Wasser und Extremwetter besser bestehen können.

 

Unseren Hund Susi mussten wir wegen eines Tumores erlösen, jetzt fehlt eine ständige Begleiterin, die immer freundlich begrüßt hat und besonders von den Kindern geliebt wurde.

 

Leider war unsere Zwiebelsteckaktion ein totaler Flop. Nur vier Teilnehmer kamen kurzzeitig zum Helfen. Denen sei an dieser Stelle herzlich gedankt!- Es ist wie es ist, sagen wir uns und suchen immer wieder nach konstruktiven Lösungen, um die viele Handarbeit zu bewältigen, ohne die es bei unserer Kulturenvielfalt nicht geht. Das heißt für uns rationeller zu Arbeiten, um mit dem bestehendem Team alles zu schaffen, es gibt auch Solawi´s die den arbeitsintensiven Zwiebelanbau ganz lassen, oder nur wenige anbauen. . Wenn jemand kommt, schön, aber im Grunde muß unser Team groß genug sein, um mit der Arbeit rum zu kommen, wobei wir wieder beim Thema Löhne ankommen und beim Budget. Glücklicherweise haben wir durch unser Alleinstellungsmerkmal der Pferdearbeit und dadurch das wir eine SoLawi sind, recht guten Zulauf an wirklich netten Praktikanten und WOOFern, die nur für Kost und Logis und Gemüsebauerfahrungen arbeiten und dadurch wesentlich an der Arbeit mit tragen!

 

Grundsätzlich möchten wir ab jetzt den Freitagnachmittag (von 14.30 Uhr bis 18 Uhr ) und den Samstagvormittag von (ca. 9 bis 13Uhr) als Mitmachtage anbieten, außer es regnet in Strömen oder schneit .

 

Ein Thema wäre noch die Investition in ein Stallzelt oder Container als Unterstellmöglichkeit für Maschinen, Geräten und Pferde auf dem Feld. Wir sind noch in den Überlegungen, eine gute Lösung würde 4200€ kosten scheuen uns aber derzeit zu viel aus dem Budget zu investieren. Wäre jemand bereit uns für z.B. 4 Jahre ein Privatdarlehen zur Verfügung zu stellen?

 

Nächste Woche (KW 18) legen wir eine Woche Lieferpause ein! Das gibt uns auch etwas Luft für den neuen Anbau.

 

Euer Anteil diese Woche voraussichtlich:

 

- juhu! der erste Salat von Bodo aus dem Gewächshaus!

 

- Ruccola

 

- Schnittlauch

 

- Lauch

 

- Sellerie

 

- Möhren

 

- Kartoffeln

 

Es grüßen Eure fröhlichen Gemüsebauern Günter, Andreas, Dörte, Sascha, Ännie und Vally