SoLawi Cést la vie KW 32

Die großen Ferien gehen zu Ende. Auch die Kinder haben viel auf dem Feld mitgeholfen, wozu sie zwar nicht immer Lust hatten, aber wir freuen uns, sie dabei zu haben, denn in der Schulzeit haben sie kaum Zeit dazu. Und besonders unser Ältester ist in einigen Arbeiten schon richtig Profi.

 

Die Tage des Sommers sind gezählt, im August wird es schon dunkler, es gibt wieder Tau und es scheint endlich der ersehnte Wetterumschwung in Sicht zu sein. Die Folgen der Dürre werden damit nicht beendet sein! Wir freuen uns weiterhin über freiwillige Wassergeldzahlungen. Die Idee aus der Solidargemeinschaft war, daß jeder Teilnehmer einen Tag Wassergeld übernimmt, womit 143Tage Bewässerung abgedeckt wären. Ein Tag Bewässerung kostet uns zwischen 30,- und 50,- € . Bisher haben 23% der Teilnehmer sich großzügig an den zusätzlichen Wasserkosten beteiligt, die durch die Dürre entstanden sind! Vielen, vielen Dank Euch allen!!! Als Betrieb, der als Solidarische Landwirtschaft arbeitet schätzen wir uns glücklich, von unseren Teilnehmern unterstützt zu werden und als Bauern mit den Folgen des Klimawandels nicht allein gelassen zu werden! Wir sind uns sicher, daß das der einzige Weg ist: ein Zusammenschluß als Menschengemeinschaft um menschengemachte Katastrophen zu bewältigen! Dabei müsen wir unseren Konsumentenwahn überwinden und unseren Individualistenwahn zugunsten von einem einfachen, ressourcenschonenden, gemeinschaftlichen Leben, in welcher Form auch immer es dann praktisch gelebt wird.

 

Unser SoLawi- Projekt geht weiter seinen Weg. Erfreulicherweise bekommen wir ab Herbst 3ha Ackerland und 2ha Grünland auf 12 Jahre Pacht von der Kirche dazu!!! Menschen im Kirchenvorstand haben sich für uns eingesetzt.  Dafür sind wir sehr dankbar! Das Ackerland wurde allerdings bisher konventionell bewirtschaftet, d.h. es muß auf bio umgestellt werden und braucht langwierige bodenverbessernde Maßnahmen.

 

Weiterhin beschäftigt uns die Planung einer Kühlung. Wir wollen die Gemüseverluste vor allem durch Frostschäden auf dem Acker und nicht optimale Lagerung reduzieren. Angebote wurden erstellt, und es könnte eine Förderung als Leaderprojekt möglich sein.

 

Wie letzte Woche erwähnt, sind wir im Helferteam international besetzt, wer uns besucht, kann ohne fliegen zu müssen sich auf französisch, spanisch, englisch, japanisch und portugisisch auf dem Acker unterhalten, die Pflanzen haben sicher eine rechte Freude an den Klängen!

 

Und nach der Show ist vor der Show. Schon jetzt machen wir uns Gedanken, wie wir unser Team im nächsten Jahr zusammensetzen, wie wir die Handarbeit bewältigt kriegen, wie unsere freiwilligen Helfer über die Plattformen Wwoof, workandtravel und helpX leichter in unserem Gemüsebauernleben ankommen können, auch wenn sie aus unterschiedlichen Ländern kommen und unterschiedlich sozialisiert sind...

 

Nichtsdestotrotz gibt es auch diese Woche Gemüse! Und zwar voraussichtlich folgendes:

 

- Salate 2\3

 

- Lauchzwiebeln

 

- Kohlrabi, voraussichtlich nur großer Anteil

 

- Fenchel: ein Rezept dazu unter https://www.solawi-oberellenbach.de/2018/07/22/solawi-schmeckt-dinkelsalat-mit-fenchel/

 

- Blumenkohl (falls er nicht für alle reicht, alternativ Lauch)

 

- Gurken und Zucchini (die Gurkenschwemme neigt sich dem Ende)

 

- etwas Paprika verteilstellenweise

 

- Kartoffeln (Annabell festkochend)