Liebe SoLawistinnen und SoLawisten,
vielen Dank an alle 66 Teilnehmer der jährlichen Vollversammlung, die ausgesprochen konstruktiv, wertschätzend und positiv war! In der Kerngruppe bewegen wir schon mal, die letzten Entwicklungen, aber die letztendliche Entscheidung der Beitragsentwicklung fällt in der Vollversammlung. Wir sind aus der Kerngruppe mit dem Ziel einer 3 prozentigen Erhöhung des Richtsatzes in die Vollversamlung gegangen, hier wurde aber diskutiert, daß das nicht ausreicht (der Mindestlohn erhöte sich um 7,7 % und wird im Januar um weitere 5% steigen, dazu die Energiekostensteigerung) In der Abstimmung wurden 3 Optionen abgefragt. Ergebnisse: Erhöhung des Beitrags jeweils um
3% 20 Stimmen
5% 29 Stimmen
7% 6 Stimmen
Wir haben dargestellt, daß für das Fortbestehen der Solawi eine stabile Teilnehmerschaft das wichtigste ist. Daher ist es uns ein großes Anliegen, daß jeder den Beitrag bezahlt, den er sich leisten kann. Es ist für uns wichtig, die Teilnehmer bleiben in der Solawi evtl. mit einem geringerem Beitrag, da wir von unserer derzeitigen Struktur auf mind. 200 Anteile ausgelegt sind! Es ist notwendig die 25 scheidende Teilnehmer wieder zu ersetzen. Das geschieht derzeit vor allem durch 14 tägige Abholungen. Das sind die meisten Neuzugänge.
Die nachfolgende Beitragsrunde ergab folgende Ergebnisse:
Kleiner normaler Anteil:
Richtsatz: 119 € Gebote 22, Durchschnitt: 122,85
Großer Maxi - Anteil:
Richtsatz: 157 € Gebote 14, Durchschnitt: 174,18
14 tägige Abholung:
Richtsatz: 63 € Gebote 10, Durchschnitt: 64,10
Die Richtsätze wurden abgerundet. Die Ergebnisse der Bieterrunde zeigen ein weiteres mal, daß in der Vollversammlung die Unterstützung für die Solawi groß ist. Welche sich im Durchschnitt durch höhere Beitragsgebote als die beschlossenen Richtsätze ausdrückt. Wir hoffen, daß die allermeisten mit dem Beitragsbeschluß der Vollversammlung mitgehen können. Wir möchten dazu auffordern, individuelle Gebote wie in der Vollversamlung abzugeben. Wer kein Gebot abgibt, erklärt sich mit dem Richtsatz einverstanden.
Dieser neue Beitragssatz gilt ab dem neuem Wirtschaftsjahr mit dem 1. Juli 2026 bis zum 30.6. 2027
Dörtes Solawi Standortbestimmung :
Nun gehen wir in die 12. Saison. Nach 11 Jahren ist es offensichtlich, daß wir nach den heutigen allgemeingültigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf keinen „grünen Zweig“ kommen. Die Solawi ist finanziell stabil, aber ein großer Teil der Arbeiten werden von Freiwilligen aus aller Welt und ehrenamtlich erledigt, wobei die soziale Herausforderung, immer wieder Menschen willkommen zu heißen, denkbar groß ist. Das versuchen wir immer mehr, da wir derzeit keine weiteren langfristigen Gärtner finden. Eine große Gemüsekulturenvielfalt und die Mittelgebirgslage sind weitere Faktoren, die unsere SoLawi wirtschaftlich schwierig machen. Fakt ist allerdings, daß wir seit 11 Jahren verläßlich über 200 Familien mit regionalem Demeter- Gemüse versorgen und dabei in unserer Region die einzige ernstzunehmende Gemüsegärtnerei sind.
Viele Menschen machen wichtige Erfahrungen bei uns in Zusammenarbeit mit Boden, Pflanze und Tier, werden durch die Arbeit auf dem Land gestärkt, gesunden.
Die andere große Frage ist, wie eine lebensfördernde Zukunft entsteht, wenn herkömmliche Strukturen und Denkweisen dagegen arbeiten. Es ist im Bild wie ungarische Post: mit jeweils einem Fuß auf einem anderen Pferde stehend im Galopp: Ein Fuß auf dem Pferd der alten Muster und ein Fuß auf dem Neuen.
Ob die SoLawi es in die Zukunft schafft, hängt davon ab, ob wir in der Lage sind, als einzelne Menschen und lebendige Gemeinschaft weiter zu wachsen, Menschen bereit sind, von Herzen ehrenamtlich sich verläßlich einzubringen, viele Talente zusammenkommen. Brücken geschlagen werden, statt Gräben der Spaltung ausgehoben. Und eine sich entwickelnde SoLawi strahlt dann weiter in die Region aus…
Wir freuen uns, wenn weitere Menschen bei unserer Kerngruppe mitmachen wollen. Meldet Euch gerne. Als nächstes wollen wir uns mit dem Thema „ Genossenschaft “ auseinandersetzen und die Frage klären, ob das eine sinnvolle Form für unsere SoLawi ist.
Der Anteil diese Woche : Der eingelagerte Winterlauch kommt in die Verteilung. Dazu kommen die ersten Gurken, hurra!, verteilstellenweise. Und es gibt den ersten Broccoli! Yami! Es gibt weiterhin viele Salate! Wer Bedarf kennt, kann gerne Salat für die Schule, Berieb ect. bekommen.
- Kartoffeln 1,5 kg/800g festk. Belana
- Zwiebeln 800g/500g
- Möhren 800g/500g
- Salate 2/1
- Basilikum
- Petersilie
- Broccoli
- Staudensellerie
- Lauch
- die ersten Gurken, verteilstellenweise
- freie Entnahme: Salate, Mangold
Zu Bestellen: Apfelsaft: für 10 € den 5 l Bag oder 17 € für den 10 l Bag Kartoffeln: 2 Säcke 25 Kg für 23 €
Bitte Anliegen zur Verteilung und Teilnahme immer per mail schicken, nicht per Whatsapp! Danke!
Herzliche GrüßeRabia, Monika (in der Verteilung) , Dörte und Günter, Nikhil, Jakob, Isabella aus Dänemark vom Kalø Organic Agriculture College (2 Wochen im Urlaub) eigentlich sollten diese Woche 3 Waldorfschüler/innen kommen, aber bisher hat sich noch keine/r gezeigt.