Erfahrungsbericht: Monika

Seit nunmehr 4 Jahren bekommen wir unser Gemüse von der Solawi … und hoffentlich bleibt sie noch sehr, sehr lange erhalten.

 

Die Gemüsekiste = definitiv ein „anderes“ Kochen …

In Zeiten vor der Gemüsekiste, habe ich mir vorher überlegt „was koche ich diese Woche?“ und habe dann dafür entsprechend eingekauft. Heute ist es genau anders herum: „Was kann ich aus dem Gemüse diese Woche kochen?“ Ich suche mir Rezepte heraus oder experimentiere ein wenig mit den Zutaten. Natürlich bedarf es einer gewissen „Umgewöhnung“, die einige Zeit braucht. Ich schätze, bei mir hat es ca. 1/2 Jahr gedauert. Etwas länger dauerte dann noch die Umstellung auf das „saisonale“ Kochen. Dieses hat mich mindestens ein komplettes Jahr gefordert.

 

Ich bin jetzt Ende 50 und habe schon immer viel und gerne gekocht. Heute ist die Leidenschaft dazu gekommen. Etwas Kreativität und Mut, etwas zu wagen, auszuprobieren, was ich nicht kenne … es lohnt sich. Auch wenn es mal nicht so lecker schmeckt, so liegt es nicht am Gemüse, sondern allenfalls an der Köchin ;-()

 

Ich bin ein Kind des Analog-Zeitalters, aufgewachsen ohne Internet und Co, und aus diesem Grund Besitzerin vieler, alte Kochbücher … heute kann man in den Tiefen des Internets natürlich so ziemlich alles entdecken.

 

Ich entdecke so herrlich einfache und äußerst schmackhafte Gerichte. So habe ich z. B. eine „Möhrenmarmelade“ aus den 80er Jahren entdeckt – oder „Brühkartoffeln“ aus den 50ern. Aus dem Mittelalter „gebackene Zwiebeln“. Rezepte aus der Neuzeit: Z. B. eine „Sauerkrauttarte“ oder Rote Bete mit Ziegenkäse überbacken – angerichtet mit einem Dressing aus einem guten alten Balsamico/Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernen. Dieses Gericht habe ich in einem Restaurant als Vorspeise für 14 €! entdeckt.

 

All diese Rezepte sind mit wenig Aufwand und einfachsten Zutaten ein wahrer Gaumenschmaus.

 

Ja es stimmt, das Gemüse ist teilweise sandig/erdig und der Salat hat manchmal Läuse. Diese „kleinen“ Nachteile, die mir persönlich nichts ausmachen, nehme ich gerne in Kauf. Dafür ist das Gemüse ohne Chemie gewachsen und es steckt ehrliche Handarbeit darin.

 

Ja es stimmt, es ist manchmal viel Gemüse. Doch wenn wir es selbst nicht aufessen, dann verschenke ich es an Nachbarn, Freunde, Familie oder Kollegen und mache somit zugleich ein wenig Werbung für dieses Angebot.

 

Ja es stimmt, manchmal brauche ich auch eine Kochpause. Das Verlangen hält allerdings nicht sehr lange an. Sind wir mal z. B. zwei Wochen im Urlaub, dann kann ich nach einer Woche das Essen im Restaurant nicht mehr sehen … und sehne meine Gemüsekiste herbei.

 

Worüber ich anfangs sehr erstaunt war, ist, dass es das ganze Jahr hindurch Salat gibt. Mir war gar nicht klar, dass es so viele verschiedene Sorten gibt, die das ganze Jahr über hier in unserm Land auf dem Feld wachsen. Und auch heute, nach 4 Jahren, kommt mir der Salat nicht aus den Ohren wieder heraus. Durch die vielen verschiedenen Sorten gibt es immer wieder einen anderen Geschmack … auch Sorten, die etwas Bitter schmecken, habe ich zu schätzen gelernt. Eigentlich nicht ganz so meins aber diese Bitterstoffe sind besonders gesund und leider heute aus viele Sorten herausgezüchtet worden.

 

Täglich peppe ich die Salate mit unterschiedlichen Zutaten auf. Zum Beispiel wird das Dressing mit unterschiedlichen Sorten von Essig, Ölen, Salzen und Pfeffern zubereitet. Dazu kommen Kräuter, Nüsse, Kerne, anderes Gemüse und, und, und.

Ich habe im Laufe der Jahre so viele Gemüsesorten kennen gelernt: Superschmelz, Ringelbete, Mairübchen, Saubohnen, Teltowrübchen … Wer kennt schon ca. 70 Gemüsesorten? Ich kannte sie nicht, aber jetzt liebe ich die Vielfalt. Sogar sosehr, dass sich mein Fleischkonsum auf etwa einmal die Woche reduziert hat.

 

Noch ein ganz wichtiger Aspekt für mich: Mein Gemüse kommt zu 99% ohne Verpackung aus und wurde lediglich 20 km mit dem Auto transportiert.

 

Außerdem ist es „regional und saisonal“ - Ich kaufe gar kein Gemüse mehr dazu. Auch keine z. B. Tomaten. Und beißt man in die erste Tomate des Jahres, dann entsteht im Mund ein wahres Geschmacksfeuerwerk!!!

 

An das saisonale Essen kann man sich gewöhnen, wenn man es will.

 

Und sehe ich mal Bilder aus Spanien im Fernsehen, mit den endlos scheinenden Gewächshäusern, die verschandelte Natur, mit Berichten über die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in unserer heutigen Zeit … Dann erscheint mir das als kein guter Weg in die Zukunft …

 

Früher habe ich auch ohne groß darüber nachzudenken alles gekauft, was im Supermarkt angeboten wurde und habe damit dieses System unterstützt. Jetzt möchte ich versuchen nachhaltiger mit unseren Ressourcen umzugehen … denn meine Enkel wollen ja auch noch leben …

Kontakt

Solawi Oberellenbach

Günter und Dörte Hufmann

Oberer Erlenbach 23

36211 Alheim-Oberellenbach

 

Fon +49 5664/938797

Mobil +49 173 587 3338

Fax +49 5664 28295359

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Anleitung zum Gemüsepacken
(Zettel aus der Verteilstelle)
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